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Auf schwer bespielbarem glatten Kunstrasen gewannen die Kaulsdorfer verdient, wenn auch nicht ohne Sorgen. Sie bestimmten die erste Halbzeit, aber außer einer Ecke (LBC keine) sprang nichts heraus.
In der zweiten Halbzeit schienen die Sterne dann wie ausgewechselt: der Ball lief, man kam über die Flügel, das Tor war folgerichtig nach drei Ecken nahezu in Folge. Und dann kam ein unerklärlicher Bruch: der LBC schaltete auf Forechecking um, störte damit den Spielaufbau sehr früh. Die Nervosität des Tabellenzweiten nahm zu, wenn Hansen gegen Türk nicht so gänzend reagiert hätte, wäre man zwei Punkte losgeworden (89.). Eine Minute später allerdings scheiterte dann Blomberg an Zaake.
Die stark ersatzgeschwächten Lichtenrader taten zu wenig. Spielmacher Türk war abgemeldet, Walter mit Defensivaufgaben überlastet. Thiele gab Impulse. Aber beide Sturmspitzen Greßin und Stengel, später Chodomie, waren zu unbeweglich und deshalb bei Scharf und Lohse abgemeldet.
Bei Stern hatte im Mittelfeld niemand so recht das Kommando. Schnelle Vorstöße von Dressel oder Krüger blieben letztlich ohne Effekt, weil man hängenblieb. Reschke rieb sich gegen Doege auf, Borde fehlte der Zug zum Tor. Unverkennbar die Nervosität, was sich in überflüssigen Diskussionen innerhalb der Mannschaft zeigte. Immerhin, die Null stand dank solider Mannschaftsarbeit.
Spielerisch sah man Ansätze, die erklärten, warum man so weit oben steht. Umgekehrt war der LBC sehr kompakt, wenn auch letzten Endes harmlos und vor allem ohne Schüsse aus der zweiten Reihe und ohne konsequentes Flügelspiel.
(Quelle: FuWo)